Lehberger: „Praxistauglichkeit ist kein Luxus, sondern Voraussetzung für erfolgreiche Nachhaltigkeit“
Die Europäische Union verschiebt die Anwendung der Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten und wird zentrale Anforderungen für Unternehmen praxistauglicher gestalten. Der Europaverband der Selbständigen - Deutschland (ESD) e.V. begrüßt diese Entscheidung im Sinne seiner Mitgliedsbetriebe.
Wir begrüßen die Entscheidung der Europäischen Union, die Anwendung der Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten zeitlich zu verschieben und die Anforderungen zugleich praxistauglicher zu gestalten. Das Ziel dieser Verordnung ist richtig. Wir wollen globalen Waldschutz und verantwortungsvolle Lieferketten stärken. Damit Nachhaltigkeit gelingt, braucht es jedoch Regeln, die auch in der Realität kleiner und mittlerer Betriebe funktionieren.
Unsere Mitglieder stehen für verantwortungsvolles Wirtschaften. Sie brauchen aber verlässliche Verfahren und ausreichend Zeit, um sich auf neue Vorgaben vorzubereiten. Die ursprünglich geplanten Fristen sowie die vollständige Dokumentationspflicht durch alle Beteiligten einer Lieferketten hätten viele Betriebe überfordert. Dass künftig nur der erste Anbieter eines Produkts sämtliche Nachweise erbringen soll, nimmt den Betrieben spürbar Druck und sorgt dafür, dass die Umsetzung machbar bleibt.
Wir erwarten, dass die angekündigten Verbesserungen konsequent umgesetzt werden und die Behörden verständliche Praxishilfen bereitstellen. Entlastung und Klarheit sind notwendig, damit Unternehmen die verbleibende Übergangszeit sinnvoll nutzen können. Nur wenn ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Realität in Einklang gebracht werden, kann die Verordnung ihr Ziel erreichen.
Wir werden den Prozess weiterhin konstruktiv begleiten. Unsere Unternehmen stehen bereit. Aber sie brauchen praktikable Lösungen. Dafür setzen wir uns ein.